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Michael Smidt - Das Ritual 05-1998 FS v2

Abstraktion & Gestische Malerei

Ab den frühen 1990er-Jahren kam es in Michael Smidts Œuvre zu einem Wandel. Deutlich ist in den Werken dieser Zeit eine Loslösung von der Realität und Hinwendung zur Abstraktion zu erkennen. Neben flächig-grafischen Kompositionen, die er selbst als „stille Bilder“ bezeichnete, dominieren atmosphärische Gemälde, die an utopische Landschaften erinnern. Abstrakte, gestische Pinselstriche sind in diesen Bildern auf einen Untergrund mit weichen Farbverläufen gesetzt, wofür er Spachteln und Walzen einsetzte. Trotz Fiktion haben sie oft eine figürliche, organische Anmutung und wecken beim Betrachter vielerlei Assoziationen, die auch durch die Betitelung angeregt werden. Ab 1993 sind die Objekte oftmals zusätzlich mit einem Schatten versehen und räumlich eingebettet, verbunden mit dem Effekt, dass diese zu schweben scheinen.

„Michael Smidts Bilder sind froh und grausig, verspielt und ernst, bunt und dunkel. Er läßt das Abstrakte schweben.“

Othmar Hill, Ausstellungseinladung des „Vienna Art Forum“, 15.09.1999

Sensibles Flugding, 2014
Sensibles Flugding, 2014