Neben der internationalen Avantgarde, die von Paris ausstrahlte und durch Künstler des Informel und der Nouvelle École de Paris vertreten wurde, kamen in dieser Zeit in Amerika die prägenden Strömungen Pop Art und Minimalismus sowie Op Art, Fluxus und Konzeptkunst auf. Diese fielen auch in Österreich auf fruchtbaren Boden.
Darüber hinaus bot sich hier die Szene der bildenden Kunst ebenso vielfältig dar: Der abstrakten gestischen Malerei stand der Wiener Aktionismus mit Günter Brus, Otto Muehl, Hermann Nitsch und Rudolf Schwarzkogler gegenüber, der sich im Verlauf des Jahrzehnts zu einer wegweisenden Bewegung der österreichischen Kunst entwickelte. Daneben war seit den 1950er-Jahren die dem Surrealismus nahestehende Wiener Schule des Phantastischen Realismus im Aufkeimen. Sie wurde durch Maler wie Arik Brauer, Ernst Fuchs, Rudolf Hausner, Wolfgang Hutter und Anton Lehmden vertreten und erzielte ein Jahrzehnt später ihren Durchbruch zu internationaler Bedeutung.